Letzte Hilfe(n)

Vortragsreihe zu Themen am Lebensende

Nachdem im Jahr 2014 die Vortragsreihe „Letzte Hilfe“ so gut angenommen wurde, möchten wir erneut Vorträge rund um Themen am Lebensende anbieten. Neben den medizinischen Symptomen, die am Lebensende auftreten können, und die wir sehr gerne erneut in die Reihe aufgenommen haben, soll dieses Mal die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ mit im Mittelpunkt stehen. Die „Charta“ (was mit „Leitfaden“ übersetzt werden kann), die eine würdevolle Versorgung, Pflege und Begleitung für die betroffenen Menschen und ihren Zu-Gehörigen fordert, wird vorgestellt werden, und Teilaspekte aus den Leitsätzen soll in den Vorträgen vertieft werden.

Eine Weisheit besagt, dass man den Charakter einer Gesellschaft daran erkennt, wie sie mit ihren Kindern, Kranken und Sterbenden umgeht. Jeder und Jede von uns kann an diesem Punkt mitgestalten und begleitend und menschlich da sein.

Wir freuen uns sehr und bedanken uns herzlich bei Oberbürgermeister Werner Spec, der erneut die Schirmherrschaft für diese Vortragsreihe übernommen hat. Er wird am ersten Vortragsabend ein Grußwort sprechen und bringt damit zum Ausdruck, wie wichtig ihm dieses Thema ist.

1. Vortrag

„Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ – Vorstellung der Leitsätze

Zunächst wird Oberbürgermeister Werner Spec ein Grußwort sprechen und damit auch zum Ausdruck bringen, wie wichtig ihm für die Stadt und persönlich dieses Thema ist.

Im anschließenden Vortrag wird der Kontext vorgestellt werden, in dem die Charta steht. Reicht nicht der erste Artikel unseres Grundgesetzes „die Würde des Menschen ist unantastbar“ aus? Warum debattiert Deutschland über aktive Sterbehilfe und die Assistenz beim Suizid? Was haben da die fünf Leitsätze der Charta zu bieten und was bedeuten sie für unsere Stadt und unseren Landkreis?

Die Charta, die 2013 zur Nationalen Strategie erklärt wurde, hat damit schon eine gewisse Relevanz. Mit ihren Leitsätzen legt sie einen Leitfaden für die Zeit schwerster Erkrankungen und der letzten Lebenszeit und ist damit etwas sehr Wertvolles für die „letzte Hilfe(n)“.

Der gesamte Text der Charta kann gelesen und heruntergeladen werden unter: www.charta-zur-betreuung-sterbender.de

An allen Vortragsabenden werden Listen ausliegen, in denen man mit der eigenen Unterschrift die Unterstützung der Leitsätze im Rahmen der eigenen Möglichkeiten bekundet.

Termin: Montag, 11. Januar 2016 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Referentin:

Sabine Horn, Palliative-Care-Fachkraft und Hospizreferentin bei der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V., Ludwigsburg

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

2. Vortrag

„Wünsche und Werte im Sterbeprozess“

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie sich Ihr eigenes Sterben vorstellen? Und wie sieht es mit den Werten eines jeden Einzelnen, aber auch in unserer gesamten Gesellschaft aus?

Von den Wünschen sterbender Menschen können wir möglicherweise schon jetzt für unser Leben lernen und die eigenen Werte überdenken.

Termin: Montag, 18. Januar 2016 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Referentin:

Sabine Horn, Palliative-Care-Fachkraft und Hospizreferentin bei der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V., Ludwigsburg

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

3. Vortrag

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…“

… sondern von allem, was aus dem Mund des Herrn geht.“ So steht es geschrieben. Aber was bedeutet das für den Umgang mit Sterbenden? Wie geht es weiter, wenn kein Medikament mehr Heilung bringt? Wovon leben Menschen noch, wenn die Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr beendet werden? Die Hospizbewegung gibt oder besser: sie ist eine starke Antwort auf solche Fragen. Sie stellt sozusagen seelische „Grundnahrungsmittel“ für diesen besonderen Lebensabschnitt zur Verfügung.

Über seine Erfahrungen mit der „Diät“ für die Seele am Ende des Lebens reflektiert und erzählt Achim Esslinger.

Termin: Montag, 25. Januar 2016 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Referent:

Achim Esslinger, Evang. Pfarrer am Rems-Murr-Klinikum in Winnenden, Supervisor; Winnenden

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

4. Vortrag

„Der Schmerz des Sterbenden“ Total-Pain-Concept

Fast allen Menschen ist es wichtig, im Sterbeprozess keine oder kaum Schmerzen zu erleiden. Wie entsteht der Schmerz beim sterbenden Menschen? Jedenfalls spielen nicht nur organische Ursachen wie z.B. ein Krebs, der auf Nerven drückt, eine Rolle. Wir werden ein umfassendes Konzept der Schmerzentstehung und –behandlung kennenlernen.

Termin: Montag, 01. Februar 2016 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Referent:

Dr. med. Jürgen Herbers, Arzt für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin und Ernährungsmedizin; Gründungsmitglied Verein Palliativmedizin Ludwigsburg e.V.; Mitglied SAPV-Team Ludwigsburg; Pleidelsheim

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

5. Vortrag

„Beschwerden am Lebensende“ Teil 1

Am Lebensende können verschiedene Beschwerden auftreten, die den sterbenden Menschen und seine Angehörigen sehr belasten. Einige dieser Beschwerden werden hier erläutert. Die Kenntnis dieser Beschwerden erleichtert es, das Verhalten des sterbenden Menschen einzuordnen und bei der Beschwerdelinderung mitzuhelfen. Beispiele sind Luftnot, Angst, Unruhe, Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen oder Darmlähmung. Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, dieser Beschwerden Herr zu werden, seien es Medikamente, die der Arzt verordnet oder Techniken und natürliche Methoden, die Angehörige und Pflegepersonal anwenden können

Auf ein Teil der Beschwerden soll an diesem Abend eingegangen werden, ein weiterer Teil folgt am kommenden Montag.

Termin: Montag, 15. Februar 2016 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Referent:

Dr. med. Jürgen Herbers, Arzt für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin und Ernährungsmedizin; Gründungsmitglied Verein Palliativmedizin Ludwigsburg e.V.; Mitglied SAPV-Team Ludwigsburg; Pleidelsheim

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

6. Vortrag

„Beschwerden am Lebensende“ Teil 2

Siehe Teil 1

Termin: Montag, 22. Februar 2016 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Referent:

Dr. med. Jürgen Herbers, Arzt für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin und Ernährungsmedizin; Gründungsmitglied Verein Palliativmedizin Ludwigsburg e.V.; Mitglied SAPV-Team Ludwigsburg; Pleidelsheim

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

7. Vortrag

„Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr am Lebensende“ – Ethik gegen Medizin?

Kaum ein Thema führt zu so heftigen Gefühlsausbrüchen bei betreuenden Menschen, seien es Angehörige, Freunde, Pflegepersonal oder Ärzte, wie die Entscheidung, ob die Zufuhr von Ernährung und Flüssigkeit eingestellt werden darf, soll oder vielleicht sogar muss. Jeder Mensch hat hierzu Erlebnisse, Vorstellungen und Ängste - und nicht immer sind diese sachlich begründet; hier ist es wichtig, eine fundierte Wissensbasis zu erhalten, um dann im Einzelfall eine gute Entscheidung treffen zu können.

Termin: Montag, 29. Februar 2014 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Referent:

Dr. med. Jürgen Herbers, Arzt für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin und Ernährungsmedizin; Gründungsmitglied Verein Palliativmedizin Ludwigsburg e.V.; Mitglied SAPV-Team Ludwigsburg; Pleidelsheim

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

8. Vortrag

„Bedenken und Vorsorgen“

An diesem Abend geht es nicht um die (juristische) Beratung zu all den möglichen Vorsorgepapieren (wie z.B. Generalvollmacht, Patientenverfügung, …). Es soll viel mehr darum gehen, welche Punkte und Themen im Vorfeld des Sterbens bedacht, kommuniziert und vielleicht auch schriftlich festgehalten werden können.

Termin: Montag, 07. März 2016 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Referentin:

Sabine Horn, Palliative-Care-Fachkraft und Hospizreferentin bei der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V., Ludwigsburg

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

9. Vortrag

„Abschied nehmen“

Seit unserer Geburt tragen wir das Sterben mit in unserem Lebensrucksack. Abschiedlich leben lernen ist der Lebensauftrag von Anfang an. An vielen Übergängen unseres Lebens spüren wir eindrücklich die Unsicherheit im Abschiednehmen und Neuanfangen.

Besonders eindrücklich wird der „letzte Abschied sein“, das Sterben und der Tod. Dies lernen der sterbende Mensch und die ihm Nahestehenden auf der gleichen gemeinsamen und zugleich darin wohnenden ungleichen Wegstrecke ihres Lebens.

Was zuvor nicht erlernt werden kann, erfahren wir dann „wenn es so soweit ist“.

Wie können wir Abschied einüben. Was brauchen wir auf dem „letzten Weg“ und wie kann die Hospiz- und Palliativarbeit Unterstützung sein?

Wie kann die Erfahrung im Abschied des Sterbens für die Nahestehenden im Übergang zwischen Tod und Beerdigung zum Trittstein werden für den Trauerweg?

Termin: Montag, 14. März 2016 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Referent:

Hermann Bayer, Sozialpädagoge und Trauerbegleiter; Gründer des ersten „Lebenscafé“ für Trauernde; arbeitet seit Jahren als freiberuflicher Hospizreferent, als Ritualbegleiter bei Trauerfeiern und in der Gruppen- und Einzelbegleitung trauernder Menschen. Er bildet ehrenamtliche Hospizmitarbeiter weiter zur Trauerbegleitung; Stuttgart

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

10. Vortrag

„Ein Abend für die Seele“ – „Geschichten“ aus dem Leben und vom Sterben

Das Ende unserer Vortragsreihe fällt in den Beginn der Karwoche, in der wir Christen das Leben, Leiden und Sterben von Jesus Christus bedenken.

Dieser Abend soll unseren eigenen Gedanken Stille und Raum geben.

Mit Texten aus der Bibel, mit Zitaten und Begegnungen mit sterbenden Menschen sollen Impulse gesetzt werden, die durch Musik zum eigenen Nachdenken und Innehalten vertieft werden können.

Termin: Montag, 21. März 2016 - 19.30 Uhr, Stadtkirche Ludwigsburg

Mitwirkende:

Dr. Wolfgang Baur, Pfarrer an der Ev. Stadtkirche Ludwigsburg

Sabine Horn, Palliative-Care-Fachkraft und Hospizreferentin bei der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V., Ludwigsburg

Martin Kaleschke

Eintritt: frei um eine Spende wird gebeten

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