Umgang mit aggressivem Verhalten

Nachdem Frau Höhmann-Kost (siehe Bild links) einen kurzen Einblick gewährte, welche Fach- und Forschungsbereiche sich mit Aggression aus den verschiedensten Blickwinkeln auseinandersetzen, ging es recht schnell an eigene Erfahrungen mit aggressivem Verhalten.

Frau Höhmann-KostDabei wurde festgehalten, dass Aggression immer destruktiv ist, und das Gegenüber entsprechend beschämen, verletzen, kränken oder klein machen möchte, und dass Aggression ein erlerntes Verhalten ist, und kein angeborenes Gefühl, wie zum Beispiel die Wut. Allerdings wurde uns auch sehr schnell klar, dass wir sehr oft Aggression falsch interpretieren und dadurch Missverständnisse auftreten.

Als wir uns den Aggression auslösenden Situationen widmeten, wurde deutlich, dass Menschen, die im Sterben liegen durchaus allen Grund haben, aggressiv zu werden und zu sein, denn neben Erkrankungen, die die Persönlichkeit so verändern, dass der Mensch aus sich heraus aggressiv wird, sind es auch die Schmerzen, Ohnmacht, Angst, Ausgeliefertsein, Erschöpfung, … die einen sterbenden Menschen so reagieren lassen.

Somit war und ist es schlüssig, dass Aggression ein Prozess ist, der aus einer Vorgeschichte, Gegenwart (mit Handlung) und einer Auswirkung in die Zukunft besteht. Allerdings haben wir auch die Möglichkeit, innezuhalten und unsere Reaktion zu überdenken um dann evtl. eine andere Handlung zu tun.

Am Nachmittag lag der Schwerpunkt auf Übungen, die unser eigenes Aggressions- aber auch unser Kraftpotential verdeutlichten, und zugleich die Möglichkeit das Stoppen des Prozesses aufzeigten. Immer wieder spielten die persönlichen Erfahrungen aus Sterbebegleitungen eine große Rolle, und wie wir aggressivem Verhalten von Anderen begegnen können, um nicht selber von diesem Gefühl angesteckt zu werden und entsprechend zu reagieren.

Ein meditativer Tanz rundete den gelungenen Tag ab.

Sabine Horn

Ausschnitt aus der Runde
Ausschnitt aus der Runde der EA